28.02.2011, Wetzikon, ecoLife
Weleda: 90 Jahre im Einklang mit Mensch und Natur
Die Weleda-Gruppe, führende Herstellerin von Arzneimitteln der Komplementärmedizin, insbesondere für die anthroposophische Therapierichtung, sowie von zertifizierter Natur- und Biokosmetik, feiert 2011 ihr 90-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung setzt das Unternehmen auf ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung.
Vor 90 Jahren nahm die Geschichte von Weleda im Kanton Baselland, Schweiz, ihren
Lauf: 1921 inspirierten Rudolf Steiner und die niederländische Ärztin Ita Wegmann in
Arlesheim den Ausbau eines pharmazeutischen Laborbetriebs für anthroposophische
Medizin und ganzheitliche Naturkosmetik. Gleichzeitig begann damals die fabrikmässige
Arzneimittelherstellung im deutschen Schwäbisch Gmünd bei Stuttgart. Die
„Internationalen Laboratorien und Klinisch-Therapeutisches Institut Arlesheim AG“
wurden 1928 in Weleda umbenannt. Heute, 2011, präsentiert sich das Unternehmen als
internationale Gruppe mit rund 2000 Mitarbeitenden, aktiv in über fünfzig Ländern auf
allen Kontinenten. Das Sortiment umfasst weltweit mehrere Tausend Arzneimittel (in der
Schweiz: 1700) und über 120 Naturkosmetika; dazu gehören Klassiker aus der
Gründerzeit, wie zum Beispiel das Arnika-Massageöl oder das Migränemittel Biodoron.
Pionier der Nachhaltigkeit Basierend auf der anthroposophischen Menschen- und Pflanzenkenntnis und auf einem
fundierten pharmazeutischen Wissen hat es sich Weleda seit 1921 zur Aufgabe
gemacht, die Gesundheit des Menschen zu erhalten, zu fördern und wiederherzustellen.
Der sorgsame Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen ist seit 90 Jahren
Bestandteil der Weleda-Identität und wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette
eingehalten. Folgende Aspekte machen das aktuelle Nachhaltigkeitsengagement von
Weleda aus:
Umweltverträgliche Rohstoffgewinnung, biologisch-dynamischer Anbau
Weleda verwendet rund 1000 natürliche Rohstoffe für ihre Arzneimittel und
Naturkosmetikprodukte. Weltweit fördert Weleda die Biodiversität und unterstützt die biozertifizierte und sozial nachhaltige Anbauprojekte. Seit 1930 verfügt Weleda über eigene
Heilpflanzengärten auf bio-dynamischer Grundlage. Neben Gärten in der Schweiz und
in Frankreich dient vor allem derjenige in Schwäbisch Gmünd, Deutschland, als
zentraler Herstellort für Pflanzenextrakte. Im grössten bio-dynamischen
Heilpflanzengarten Europas werden 260 Arten angebaut, darunter Ringelblume,
Augentrost und Adonisröschen
Klimaneutralität Sämtliche Weleda-Produktionsstandorte sind ISO 14001zertifiziert. Die Umstellung auf
erneuerbare Energien, umweltbewusstes Bauen sowie Kompensationsprojekte,
beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem niederländischen
Kompostierungsunternehmen Soil & More, tragen zur Reduktion von
Treibhausemissionen bei. Ziel ist eine jährliche Energieeffizienzsteigerung von 5
Prozent. Bis 2014 strebt Weleda die Klimaneutralität an.
Wasserkonservierung Die Wasserkonservierung wird nicht nur durch biologisch-dynamische Anbaumethoden
– sie stärken das Speichervermögen der Böden -, gepflegt: Mithilfe begrünter
Dachflächen werden zwei Drittel der Niederschlagsmenge über die Verdunstung wieder
der Atmosphäre zugeführt; restliches Regenwasser wird aufgefangen und dienen zur
Bewässerung unserer Gärten. Gegenwärtig arbeiten wir an der Entwicklung eines
Wasser-Fussabdrucks, der entlang der gesamten Lieferkette gemessen und als
Grundlage für Einsparungen verwendet werden soll. Ziel ist auch hier die
Effizienzsteigerung von jährlich 5 Prozent.
Fairer Handel Bei der Rohstoffbeschaffung arbeitet Weleda weltweit mit lokalen Partnern zusammen,
deren Mitarbeitende fair entlöhnt und regelmässig weitergebildet werden. Hierzu
gehören, nebst rund 100 anderen Organisationen, die Kooperative Sidi Yassine in
Marokko, wo wir hochwertiges Arganöl, Bestandteil der Granatapfel-Pflegeserie,
beziehen; das Familienunternehmen Sesajal in Mexiko, Lieferant für Bio-Sesamöl, die
spanische Kooperative Manan, Produzent für Bio-Mandelöl, sowie das türkische
Familienunternehmen Sebat, das den Duftstoff aus der Damaszenerrose produziert.
Zukünftig sollen alle Weleda-Lieferanten nach klar definierten Fairtrade-Kriterien
bewertet werden.
Mitarbeiterförderung In unseren Werten ist verankert, dass Weleda sich als Ort menschlicher Entwicklung an
gemeinsamen Aufgaben versteht. Der Chancengleichheit und einem Arbeitsumfeld, in
dem unternehmerische und persönliche Fähigkeiten zum Tragen kommen und weiter
entwickelt werden, werden im Unternehmen hohe Bedeutung beigemessen. Fach- und
Führungskräften stehen zahlreiche interne und externe Weiterbildungsangebote zur
Verfügung. Zudem legen wir grossen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Spezifische Themen der Unternehmenskultur werden durch eine vielfältige Palette von
Veranstaltungen aktiv gelebt, wozu beispielsweise Heilpflanzenbetrachtungen und
Eurythmie-Kurse gehören.