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08.06.2011, Vincent Eckert

Methan: Dem Klimagas auf der Spur

Die Landwirtschaft birgt ein grosses Potenzial, Emissionen zu reduzieren.

In einem herkömmlichen Landwirtschaftsbetrieb werden Gülle und Mist im Stall eingesammelt, auf dem Misthaufen und im Güllelager zwischengelagert und dann auf den Feldern verteilt. Dabei wird nicht nur der Boden gedüngt, es entweicht auch Methan. Anders bei einem Betrieb mit Biogasanlage: Hier lässt man Gülle und Mist in speziellen Tanks vergären. Das entstehende Methangas verwandelt ein Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme. Und mit dem vergorenen Material werden anschliessend die Felder gedüngt – jetzt aber mit minimaler Treibhausgasemission. Erst Ende 2008 schufen die Bundesämter für Umwelt und Energie (BAFU, BFE) die Rahmenbedingungen für Klimaschutzprojekte, die Leistungen zur Methanreduktion anerkennen und in Form von Zertifikaten für den Emissionshandel berücksichtigen. Die Anerkennung als Klimaschutzprojekt bedingt allerdings auch höhere Anforderungen an die Nachhaltigkeit der betreffenden Anlagen: Sie müssen bei Gülleausbringung, Lagerung, Messgeräten und Transport strengere Anforderungen erfüllen als herkömmliche Anlagen.

Methanreduktion systematisch erfassen Ökostrom Schweiz hat zusammen mit Greenstream Biogas eine Methode entwickelt, welche die Methanreduktion genau erfasst. Diese Methode erlaubt eine rasche Beurteilung, ob eine Anlage als Klimaschutzprojekt überhaupt in Frage kommt. So erspart sich ein Anlagebetreiber viel Aufwand für die systematische Erfassung der komplexen Daten. Ausserdem hält die Standardisierung die Kosten für die Abklärungen tief und vermeidet so, dass die Wirtschaftlichkeit einer geplanten Biogasanlage wegen hoher Startinvestitionen von Anfang an gefährdet wird. Die Klimastiftung Schweiz hat mit einer Anschubfinanzierung mitgeholfen, die detaillierte Grundlagenarbeit zu erstellen und so den Prozess zu mehr Nachhaltigkeit in Gang zu setzen.


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Öbu,
das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaft en in der Schweiz, ist Think-Tank für Umwelt-, Sozial- und Managementthemen. Die Öbu realisiert unternehmensspezifische und wirtschaftspolitische Projekte und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den gut 350 Mitgliedsunternehmen. www.oebu.ch


Klimastiftung Schweiz
Die Klimastiftung Schweiz unterstützt KMU, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stiftung wird von Dienstleistungsunternehmen finanziert, die ihre Mittel aus der Rückvergütung der CO2-Lenkungsabgabe zusammenlegen. Gefördert werden freiwillige Zielvereinbarungen mit der Energieagentur der Wirtschaft EnAW, Energiesparen im Betrieb oder innovative Lösungen im Klimaschutz. Besonderen Wert legt die Klimastiftung Schweiz auf schnelle und unbürokratische Unterstützungen. Allianz Suisse, Alternative Bank Schweiz, AXA Bank, AXA Winterthur, Gebäude Versicherung Bern, Gebäudeversicherung Kanton Zürich, KPMG, Man Investments, Microsoft Schweiz, PartnerRe, Pictet & Cie, PricewaterhouseCoopers, Raiffeisen Schweiz, Sanitas, SAP, Sarasin & Cie AG, Swiss Life, Swiss Re, Vaudoise Assurances, Bank Vontobel und XL Insurance sind Partner der Klimastiftung Schweiz.
www.klimastiftung.ch

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