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29.02.2012, Reto Wüthrich

Strom vom Steilhang

(Foto Energiebüro AG, Zürich)
Das Züricher Energiebüro ist eben mit dem Nachhaltigkeitspreis der ZKB in der Kategorie «Kleinstunternehmen» ausgezeichnet worden. Dies beweist, dass im Kleinen oft wegweisendes Potenzial steckt. So rüstet das Energiebüro zum Beispiel gerade Lawinenverbauungen mit Solarmodulen aus – eine grossartige Idee.

Christian Meier und Roland Frei haben schon einige Auszeichnungen eingeheimst. Ende Januar war es wieder soweit: Den Chefs des Energiebüros mit Sitz in Zürich wurde der Sonderpreis für Kleinstunternehmen im Rahmen des Nachhaltigkeitspreises der Zürcher Kantonalbank (ZKB) verliehen. Der ist mit 20'000 Franken dotiert, aber auch mit Ruhm, Ehre und Aufmerksamkeit verknüpft. Auf den ersten Blick erstaunt es, dass solche Preise immer mal wieder ans Energiebüro gehen. Mit der Planung und dem Bau von Solarkraftwerken beschäftigen sich schliesslich auch andere. Hier aber treffen ausgeklügelte, innovative Projekte auf eine Firma, die auch punkto Unternehmensphilosophie durchwegs nachhaltig agiert. Und dies ist tatsächlich lobens- und nachahmenswert.

Die Lawinen-Idee
Vor nicht allzu langer Zeit hat das Energiebüro zum Beispiel landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Bündner Gemeinde St. Antönien hat einen Projektierungkredit für den Bau des grössten Solarkraftwerkes der Schweiz bewilligt. Der Clou: Bestehende Lawinenverbauungen sollen mit Solarmodulen ausgerüstet, 1200 Haushalte auf diesem Weg mit Strom versorgt werden. Idee und Projektentwicklung: Energiebüro, Zürich.
Die Idee hat weitreichendes Potenzial: In der Schweiz gibt es rund 500 Kilometer Lawinenverbauungen. Unter der Annahme, dass 200 davon eine geeignete Ausrichtung und Grösse haben, um Solarkraftwerke anzubringen, ergibt sich eine potenzielle Leistung von 56 Megawatt. 20'000 Schweizer Haushalte könnten mit sauberem «einheimischem» Strom versorgt werden.

Und jetzt Brasilien
Solche gescheiten Projekte zeichnen das Energiebüro aus. 1996 wurde die Firma gegründet. Längst gilt sie als das führende Schweizer Ingenieurbüro für Solarkraftwerke. Auch das Solarkraftwerk auf dem Berner Fussballstadion Stade de Suisse, mit 1,4 Megawatt das bisher grösste der Welt auf einem Stadiondach, wurde von Energiebüro entwickelt und mit dem Schweizer und dem Europäischen Solarpreis ausgezeichnet.
Eine weitere Besonderheit ist, dass Energiebüro die Nachhaltigkeit auch selber lebt. Zu Sitzungen reisen die rund 15 Mitarbeitenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Autos von Mobility an. Beim nächsten Grossprojekt wird das aber schwieriger: Das Energiebüro hat einen Beratungsauftrag für die Planung von Solarkraftwerken auf den Stadiondächern der Fussballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien erhalten.

www.energiebuero.ch
www.zkb.ch/nachhaltigkeitspreis

***

Nachhaltigkeitpreis der ZKB: Die Gewinner

Räumt ein Betrieb nebst dem wirtschaftlichen Erfolg auch ökologischen Aspekten und der sozialen Verantwortung einen Platz ein, spricht man von nachhaltiger Unternehmensführung. Die Zürcher Kantonalbank zeichnete 2012 zum dritten Mal drei kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem ZKB Nachhaltigkeitspreis aus und verlieh zum zweiten Mal einen Sonderpreis für Kleinstunternehmen. Die Gesamtpreissumme betrug 150‘000 Franken. Dies sind die Preisträger 2012:
1. Preis: Hunziker Partner AG, Winterthur (Gebäudetechnik)
2. Preis: Alternative Bank Schweiz AG, Olten (Retailbank)
3. Preis: O. Kleiner AG, Wohlen (Verpackungen)
Sonderpreis für Kleinstunternehmen: energiebüro ag, Zürich (Solarkraftwerke)

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